Hattest du heute schon mal ein Gefühl von FoMO? Solltest du mit dem Begriff nichts anfangen können, hast du anscheinend etwas verpasst.

FoMO bedeutet „Fear of missing out“ und bezeichnet ein postmodernes Gefühl, nämlich die Angst etwas zu verpassen. Insbesondere junge Menschen, aber auch andere Social-Media User*innen, gehören zur FoMO-Risikogruppe. Solltest du mehrere der folgend genannten Symptome bei dir erkennen, bist du mit hoher Wahrscheinlichkeit digital infiziert.

  • Du bist traurig, unruhig oder nervös, wenn Freund*innen sich treffen und Spaß haben und du nicht dabei bist.
  • Du hast Angst, dass die Erfahrungen von Freund*innen oder anderen Menschen besser sind als deine.
  • Du möchtest es Anderen immer direkt mitteilen, wenn du etwas erlebst, zum Beispiel auf Insta, Facebook oder TikTok.
  • Du bist sehr häufig und gewohnheitsmäßig in sozialen Netzwerken unterwegs, auch während des Essens oder in Gesellschaft.
  • Du hast Konzentrationsprobleme beim Lernen oder Arbeiten, weil du den Drang verspürst, immer online sein zu müssen.
  • Du hast auch während des Autofahrens das Bedürfnis zur Handynutzung - gilt für Führerscheininhaber*innen.

Bei allem Segen der Digitalisierung ist FoMO der Fluch! Wir wissen heute, dass die digitalen Medien großartige Chancen im Bereich der Kommunikation bieten und gleichzeitig auch verdammt einsam machen können. Das erscheint zunächst paradox, ist es aber nicht. Das Angebot an Kurzbotschaften und Augenblicksbeschreibungen und die damit verbundenen Einladungen das Gesehene zu bewerten und mit Smileys + Emojis zu versehen können süchtig machen…

…und bei dir ein Gefühl der Leere hinterlassen.

Indem du dich immer mit Anderen vergleichst, verlierst du den Blick für dich selbst. Die Posts zeigen dir die grandiosen und spektakulären Momentaufnahmen der oft unbekannten Anderen. Und allzu oft haben diese mit der Realität wenig zu tun. Sie sind geföhnt und gestylt oder von Profi Influencer*innen für diejenigen inszeniert, die FoMO gefährdet sind. Also vielleicht gerade für dich! Was also tun?

Wenn du bis hierhin gelesen hast, bist du schon auf einem guten Weg. Du interessierst dich für das Thema und hast vielleicht gerade eigene Anteile bei dir identifiziert. Auf deinem weiteren Weg sollten dir die Unterschiede zwischen der „virtual reality“ und dem „real life“ bewusst werden. Hier einige sogenannte „Ich-Botschaften“, die dir dabei helfen können.

  • Ich bin einzigartig, aber nicht die/der Einzige mit dem Problem.
  • Ich darf anders sein als andere.
  • Ich erlaube mir „on“-Auszeiten.
  • Ich muss nicht immer erreichbar sein.
  • Ich darf „Nein“ sagen.
  • Ich darf über FoMO und meine Ängste sprechen.

 

Wer sich angesprochen fühlt und/oder mit einer Kollegin oder mir aus der Beratungsstelle sprechen möchte, kann mir gerne schreiben. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir bieten auch Videosprechstunden an.

 


 

Fachstelle für Suchtprävention 


Beratungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises

Schlesierweg 1
34576 Homberg (Efze)
Telefon: 05681 775 600
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