Hilfreiche Hinweise von unserem Kollegen Holger Paff-Dolinga zu PC- und Internetnutzung:

Ziel: Kontrollierter Umgang - Abstinenz ist nicht möglich.

1. Ziel: Kontrollierter Umgang - Abstinenz ist nicht möglich.

2. Interesse zeigen und mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen, denn Internet und Smartphones sind Teil der Jugendkultur.

3. Genau hinsehen, was das Kind/ der Jugendliche im Netz tut:
     Daddeln/spielen, Bilder bearbeiten, Gitarre bei Youtube lernen?   
     Das eine werde ich fördern, das andere tolerieren, einschränken oder verbieten.

4. Prüffrage: Warum verbringt mein Kind seine Zeit vor dem PC?
     Ist der PC eine Bereicherung eines ansonsten abwechslungsreichen Lebens oder dient er der Kompensation von Mängeln oder dazu, Problemen im
     realen, analogen Leben aus dem Weg zu gehen? Sucht der Jugendliche soziale Kontakte im Netz, weil er schüchtern ist?
     Sucht er schnelle Erfolge im Netz, weil er im Alltag keinen Erfolg hat?

5. den passenden Zeitrahmen mit dem Kind finden und dem Kind helfen, sich ansesichts eines unbegrenzten Angebots zu begrenzen,
     mit dem Ziel: "Je weniger, desto besser" und "Je jünger, desto weniger!"

    - verbindliche Zeitspannen mit dem Kind zusammen aushandeln: Umfang, Tageszeit, Platz im Tagesablauf,

    - PC-freie Zeiten (z.B. nie vor der Schule, erst nach den Hausaufgaben, nie nach 22 Uhr)

    - Zeiten der Langeweile ermöglichen, um es den Kindern zu erleichtern, auch andere Dinge für sich zu entdecken (produktive Langeweile).

6. das Problem der Kontrolle
     Angesichts der hohen Attraktivität der medialen Möglichkeiten und der eingeschränkten Fähigkeite der Kinder,
     sich dieser Attraktivität widersetzen zu können, bedarf es der Kontrolle der Eltern. Dies ist ein mühsamer Prozess.

7. TV, Pc und Internetzugang im Kinderzimmer:
     Der Zeitpunkt sollte so weit wie möglich nach hinten verschoben werden, da im Kinderzimmer die elterliche Kontrolle erschwert ist
     und das Verführungspotenzial und die ständige Ablenkung für die Kinder/Jugendlichen noch größer ist.

8. Das Smartphone: "der PC für unterwegs"
    Das Smartphone erst erlauben, wenn die Kinder gezeigt haben, dass sie verantwortungsvoll mit dem stationären PC umgehen können.

9. Alternativen zu PC und  Internet im "richtigen Leben" aufzeigen und fördern:
     Erfolgserlebnisse ermöglichen, Hobbies wie Sport und Musik, sinnvolle Beschäftigung und sinnvolle Perspektive geben.

10. Auf die Altersempfehlungen für Spiele und Filme achten (aber: Altersempfehlungen sind keine pädagogischen Empfehlungen!)

10. Vorbild sein

11. Als Eltern darauf achten, sich nicht "co-abhängig" zu verhalten und den Kindern die negativen Folgen
      übermäßigen PC-Konsums "abzufedern" oder durch "Dienstleistungen" wie Schnittchen-Bringen während des PC-Spielens noch zu fördern

12. Medienkompetenz vermitteln, denn die Nutzung des Internets ist eine kulturelle Grundfähigkeit wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

 

 

 

Scroll to top