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Eine Kolumne über Erziehung – Folge 5

"Du bist doof!“, „Das darf aber jeder!“, „Immer ich!“, „Ist doch meine Sache!“, „Ihr seid so fies!“ „Alle haben….nur ich nicht“

 

Liebe Eltern, kennen Sie solche Aussprüche oder hat Ihnen Ihr eigenes Kind sowas (oder Schlimmeres) schon mal selbst an den Kopf geworfen? Heute befasse ich mich mit dem Thema Kommunikation und wie sie, „auf Neudeutsch“, optimiert werden kann. Eins vorweg; sie findet immer statt, selbst dann, wenn nichts gesprochen wird. Unausgesprochene Signale, z.B. Blicke, Gesten oder die Körperhaltung unseres Gegenübers haben immer einen großen Einfluss auf unsere Gefühle und unsere eigenen Reaktionen.

 

Gerade in der Pubertät geben selbst kleinste nonverbale Signale Anlass zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen. Ein „komisches Gucken“, d.h. ein vermeintlich oder tatsächlich missverständlicher Blick, kann das Fass schon zum Überlaufen bringen. Zwischen Eltern und Jugendlichen ist es dann oft für beide Seiten schwer, den richtigen Kanal zu finden, um wieder auf derselben Ebene miteinander sprechen zu können. Vielleicht fühlen Sie sich als Elternteil nicht ernst genommen, auf der anderen Seite fühlt sich Ihr Kind eventuell völlig miss- und unverstanden. Man redet buchstäblich aneinander vorbei. Ein Dilemma. Es kann dann zu Streit und Auseinandersetzungen kommen, die gelegentlich auch wirklich heftig eskalieren können. Zu Ihrer Beruhigung:

Streit kommt in den besten Familien vor und es ist auch keine tödlich verlaufende Krankheit– also verzweifeln Sie nicht und streiten Sie…. möglichst konstruktiv!

Mit den folgenden 10 Heilmitteln, die Sie zu 100 % in Ihrer Hausapotheke haben, können Sie Streitigkeiten zwar nicht vermeiden, aber unter Umständen in der Heftigkeit vermindern und dafür Sorge tragen, dass Sie hinterher und in Ruhe wieder ins Gespräch kommen können.

 

1.    Verschicken Sie „Ich bin…“ oder „Ich fühle mich…“- Botschaften und möglichst keine „Du bist so…“-Botschaften“, weil….

2.    Sie signalisieren so ihre Offenheit und…

3.    Sie zeigen damit ihre Kommunikationsbereitschaft.

4.    Akzeptieren Sie die Argumente Ihres Gegenübers, auch wenn sie nicht die Ihren sind.

5.    Werden Sie sich bewusst, dass Konflikte existieren und deren Lösung allen weiterhelfen können.

6.    Seien Sie sich Ihren eigenen Emotionen und Ängsten bewusst. Das macht sensibel für die Reaktionen des Anderen und hilft gut, sich selbst zu regulieren.

7.    Schließlich gilt, Störungen haben Vorrang. Sprechen Sie aufkommende Konfliktthemen (Obigem folgend) frühzeitig an, weil…

8.    Vorbeugen ist besser als streiten!

9.    Trainieren Sie, gut zu kommunizieren; es lohnt sich

und schließlich, ganz wichtig….

10.Verlieren Sie niemals ihren Humor!

ln diesem Sinne, bleiben Sie kommunikativ,  liebe Grüße

Lutz Hentzschel

 

                                                               Starke Eltern – starke Kinder®

 

 

Ein Kurs für Mütter und Väter für mehr Sicherheit und neue Ideen in der Erziehung.

 

 

Der nächste Kurs beginnt am

Donnerstag, 09. November 2017, 16.00 Uhr – 18.00 Uhr

 

Die weiteren Termine finden statt:

 

Donnerstags          16.11., 23.11., 30.11., 07.12., 14.12., 21.12.2017

                                    16.01., 23.01., 30.01.2018
                                    16:00 bis 18:00 Uhr

                  

 

Kursort:                    Familienzentrum und Elternschule Schwalm-Eder

                                Obertorstr. 5 (Nähe Marktplatz)

                                34576 Homberg

 

Kursdauer:              28 Stunden, verteilt auf 10 Termine

 

Kurskosten:              56 € / Person

                                80 € / Elternpaar

 

 

Kursleiterin:              Marianne Schäfer-Jansky, Diplom-Psychologin

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Anmeldung:              Beratungsstelle, Tel. 05681-775 600

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Das Projekt "Be SMART with your PHONE" ist im vergangenen Schuljahr sehr rege angenommen worden, und auch in diesem Schuljahr besteht wieder großes Interesse.
Das Projekt wird klassenbezogen im Jahrgang 5 in ihrer Schule durchgeführt,
in zwei Doppelstunden in zwei aufeinanderfolgenden Wochen.
Die Möglichkeit einen Elternabend durchzuführen, besteht. Es sind noch Plätze frei, ich freue mich auf die Zusammenarbeit!
Für nähere Informationen oder zur Anmeldung,
melden Sie sich bitte telefonisch, oder per Mail bei:
Silke Sechtling, Tel.: 05681 775 599
mailDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Meine Name ist Irene Schilberg. Ich bin Diplom-Sozialpädagogin.

Ich gehöre seit dem 1.02.2017 zum Team der Beratungsstelle und bin in der Jugend-und Drogenberatung tätig.

Gerne können sie mich unter der Telefonnummer 05681-775607 kontaktieren.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

Viele Grüße

Irene Schilberg

Mein Name ist Katrin Lichte-Kleiber, ich arbeite seit dem 01.02.2017 in der Beratungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises.
Ich bin Dipl.-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin und befinde mich
in Ausbildung zur analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche.

Sie erreichen mich unter:
05681/775601
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit herzlichen Grüßen
Katrin Lichte-Kleiber

Trau dich! – Ein starkes Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen

Rund 500 Schülerinnen und Schüler des Schwalm-Eder-Kreises konnten am 29. November das interaktive Theaterstück „Trau dich!“ der Kompanie Kopfstand in der Homberger Stadthalle erleben.

Die Sechstklässler erfuhren in vier ineinander verschachtelten Geschichten, dass sie über ihren Körper selbst bestimmen dürfen, dass sie ihren eigenen Gefühlen vertrauen können, dass sie das Recht haben, nein zu sagen, dass sie schlechte Geheimnisse nicht für sich behalten müssen und wie sie sich Hilfe holen können, wenn sie sich bedrängt fühlen oder einen sexuellen Übergriff erlebt haben.

Dabei ging es um Paula, die Tuncai sehr mag, aber noch nicht küssen will. Vladimir wird von seiner Oma immer Purzelbäumchen genannt und so heftig geknuddelt und geknutscht, dass er sich unwohl fühlt, obwohl er sie doch gerne hat. Alina erlebt einen sexuellen Übergriff und findet Unterstützung bei ihrer großen Schwester. Und Luca erzählt davon, wie er ein schlechtes Geheimnis schließlich doch seinem Vater anvertraut hat, und sich die Dinge dadurch zum Guten wenden konnten.

Das junge Publikum konnte miterleben, dass erstes Verliebt sein schön sein kann und jeder ein individuelles Gefühl dafür hat, wieviel Nähe er/sie möchte. Es entwickelte mit den Schauspielern Ideen, wie Vladimir seiner Oma klar machen kann, wie es ihm geht. Die Jungen und Mädchen wurden darüber informiert, dass Erwachsene Grenzen bei Kindern nicht überschreiten dürfen und wie wohltuend es sein kann, sich an eine Vertrauensperson zu wenden.

Junge Musik, Videoeinspielungen, Interviews der Zuschauer und der direkte Kontakt zu den Schauspielern sorgten dabei für eine lebendige, frische Atmosphäre. So konnte die von der BzgA initiierte bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs auf unterhaltsame Weise Kinder informieren und stärken.

Aber auch die Erwachsenen wurden informiert und mit in die Verantwortung genommen: Vorbereitend zum Theaterstück gab es einen Lehrerworkshop und einen Elternabend, die von Frau Gerlach, Beratungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises, und von Frau Oetzel-Peters, Schulpsychologin beim Schulamt Schwalm-Eder-Kreis, durchgeführt wurden.

Die Veranstaltungen fanden in Kooperation der Beratungsstelle mit dem staatlichen Schulamt und der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) statt.

Siehe auch den Presseartikel aus HNA vom 12.12.2016 :

Aufstehen gegen Gewalt: Theaterstück Trau dich soll Kinder in ihren Rechten stärken

files/003_FH_HP_20161212.pdf

files/001_FH_HP_20161212.pdf

HNA-Artikel zu "Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Internet" (14.10.2016) und zur Öffentlichkeitsveranstaltung der Beratungsstelle 2016

files/002_SW_HP_20161014.pdf

 

 

Links, Angebote und Informationen zum Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Internet;

Öffentlichkeitsveranstaltung der Beratungsstelle 2016:
 

I:  Link zuTipps für Eltern und häufig gestellten Fragen:

http://www.innocenceindanger.de/faq-eltern/

 

II: Erste-Hilfe-App bei Cybermobbing


http://www.klicksafe.de/service/aktuelles/klicksafe-apps/
klicksafe.de - Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

 

III: Angebote der Beratungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises:

  • zu sexueller Gewalt und deren Prävention:

Susanne Gerlach/ Dorothee Götz-Töpfer

- Information und Beratung für Eltern und Fachkräfte zur sexuellen Entwicklung.
- Prävention sexueller Gewalt.
- Beratung nach erlebter sexueller Gewalt für betroffene junge Menschen, deren Eltern und Bezugspersonen.

 

  • zum Umgang mit neuen Medien: be SMART with your PHONE

Silke Sechtling

ein Angebot für alle 5. Klassen im Schwalm-Eder-Kreis zur Gewaltprävention in Internetchats
und zur Entwicklung eigener Medienkompetenzen mit Klassenmodulen, Lehrerfortbildung, Elternabend.

files/Be_SMART__with_your_PHONE__Information.pdf

 

IV: Fachstelle "Beratung und Hilfe bei sexueller Gewalt" im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes:

Ute Helfrich

Tel: 05681/775 552

- Beratung und Hilfe für betroffene junge Menschen und deren Bezugspersonen sowie bei Verdacht auf sexuelle Gewalt
- Kooperation mit anderen Institutionen einschl. Polizei,Staatsanwaltschaft und Gericht.
- Kollegiale Fachberatung und Unterstützung des ASD
- Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der Prävention

 

V:  Zu unserer Referentin:
http://www.innocenceindanger.de/


Julia von Weiler, Im Netz - Kinder vor sexueller Gewalt schützen (HERDER spektrum),

Taschenbuch - 4. November 2014

ISBN-10: 3451067471
http://www.innocenceindanger.de/elternerzieher-literaturlinks/

 

 

 

 

 

 

„Eine Kolumne über Erziehung“ - Folge 3

Kaum ein Thema wird unter Eltern so heiß diskutiert wie die Frage, wieviel Medienkonsum unseren Kindern noch nicht oder doch schon schadet. Es wird auch gefragt, wieviel davon denn wirklich nötig ist, um die Kleinen auf die modernen medienbasierten Anforderungen ihres zukünftigen Alltags vorbereiten zu können. In öffentlichen Diskussionen treffen oft Extreme aufeinander. Neulich im TV, bei „Hart aber fair“,  postulierte der ansonsten von mir hochgeschätzte Neuropsychiater Prof. Manfred Spitzer (Buch zum Thema - Cyberkrank), dass - aus neuropsychologischer Sicht - Handys, Tablets und Computer, die zum Spielen verführen, eigentlich erst ab 18 Jahren genutzt werden sollten. Erst dann sei das Gehirn so ausgereift, dass eine unschädliche Verarbeitung der Reize wahrscheinlich wäre. Er vergleicht das mit dem Führerschein, der den jungen Menschen auch erst mit 18 das selbstständige Fahren auf der Autobahn erlauben würde.

In der gleichen Sendung saß der Unternehmer Frank Thelen (im TV  - Die Höhle der Löwen), der vehement dafür eintrat, dass schon Kindergartenkinder ab 3 Jahren an den Umgang mit Programmiersprachen und Tablets gewöhnt werden müssten. Er führte die internationale Wettbewerbsfähigkeit in unserer Hochtechnologiewelt an und mahnte, dass Deutschland auf diesem Gebiet ansonsten abgehängt werden würde.

Die Diskussion wurde hart und meistens fair geführt und am Ende war ich zwar schlauer, aber nicht wirklich entschiedener in der Frage, was, wann und wieviel wirklich gut für Kinder ist.

Eines hatte ich aber gelernt: Extrempositionen helfen nicht wirklich weiter.

Beide oben beschriebene Haltungen begegnen uns auch hier in der Beratungsstelle. In der Regel aber immer erst dann, wenn etwas richtig schief gelaufen ist in der realen oder virtuellen Welt.

Wir treffen Eltern, die Handys und Computer bei jedem Fehlverhalten verbieten und deren Kinder, die dann immer nur noch mehr fordern. Beide Seiten sind oft aggressiv, es wird wenig gesprochen und wenn, dann oft laut.

Und wir sehen Eltern, die zu viel für oder von ihren Sprösslingen wollen und deren Kinder, die solchen Anforderungen dann nicht mehr gerecht werden. Enttäuschung und Depression stehen hier im Fokus. Es wird viel geredet, aber wenig zugehört.

Auch das sind Extreme. Als Eltern haben Sie viel Macht und Möglichkeiten in der Erziehung Ihrer Kinder -  und das alles auch ohne gültigen Führerschein. Man kann immer Unter - oder Überfordern.

Wie in der Talkshow „Hart aber fair“ gibt es nicht für alle Probleme die schnellen Lösungen, quasi 2go. Was aber hilft, ist ein „Faktencheck“ und das gemeinsame, vielleicht auch moderierte Gespräch miteinander. Kreative und individuelle Lösungen sind möglich, wenn der Respekt erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird. Dafür können wir hier in der Beratungsstelle eine Plattform sein. Stellen Sie sich der gemeinsamen Diskussion mit Ihren Kindern, denn die sind die Experten von morgen! Ich bin sicher, alle könnten davon profitieren!

 

Wenn Sie mir Schreiben wollen, ich freue mich auf ihre Reaktionen.

Liebe Grüße und bis demnächst, Ihr

Lutz Hentzschel

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Wir laden Sie herzlich ein zur Ausstellung zum Projekt "Knirpse knipsen", die Sie ab dem 1.9. in der Glaspassage der Kreisverwaltung anschauen können.

Die Fachstelle für Suchtprävention bietet dieses neue Projekt für das Kindergartenalter an:
Ein Fotoprojekt für die Kindertagesstätte, das die Selbstwirksamkeit
der teilnehmenden Kinder im Umgang mit Medien schult, und die eigenen Stärken hervorhebt.
Das Projekt richtet sich vornehmlich an die Kinder,
die im Übergang zur Schule stehen.


Infos unter: 05681/775-599 oder per Mail:
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